Österreichische Mediathek
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Österreich und die USA – Öffentlichkeitsarbeit im Auftrag der US-Regierung


Propaganda ist nicht erst mit Donald Trump ins Weiße Haus eingezogen. Anlässlich der Präsidentschaftswahl in den USA wirft die Österreichische Mediathek einen Blick auf die „Public Diplomacy“ der USIS während des Kalten Kriegs.


Tonbandregal im Achiv

USIS – USIA

Die USIS (United States Information Agency) betrieb Öffentlichkeitsarbeit im Auftrag der US-Regierung und wollte das Ansehen der Vereinigten Staaten im befreundeten Ausland steigern – auch in Österreich, wo sich eine ihrer Nebenstellen befand.
Viele der Radiobeiträge, die die USIS zu diesem Zweck produzierte, befinden sich heute im Bestand der Österreichischen Mediathek – darunter zahlreiche Interviews mit (ehemaligen) Österreicher_innen zu Politik, Sport oder Kunst und Kultur, die während ihrer Aufenthalte in den USA geführt wurden.

Tonband der Voice of America

Zur Flucht gezwungen. Neue Heimat USA

Die ersten dieser Interviews entstanden nur wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Manche der Interviewten emigrierten schon vor dem Ersten Weltkrieg, viele aber wurden durch die nationalsozialistische Machtübernahme 1938 zur Flucht gezwungen.
Die neue Onlineausstellung der Österreichischen Mediathek rückt die Stimmen und Biographien jener (ehemaligen) Österreicher_innen in den Mittelpunkt, die ihre Heimat verließen, um in den USA eine neue zu finden.

Foto USIS

Jimmy Berg, Friedrich Porges, Johannes Urzidil, ...

Hören Sie Interviews mit den ins Exil gezwungenen Journalisten Jimmy Berg, Friedrich Porges und Johannes Urzidil, mit der Medizinerin Irene Tamagna, dem Nationalökonomen Fritz Machlup oder mit dem Schauspieler und Nachtlokalbesitzer Max Loew – und bemerken Sie, was nicht gesagt wurde: Die erzwungene Emigration hatten zwar die meisten der Interviewten gemeinsam, sie wurde aber in den Interviews (fast) vollständig ausgeklammert und verschwiegen.

Foto Gerhard Jagschitz

Pionier, Zeithistoriker und Kritiker – Gerhard Jagschitz zum 80. Geburtstag

Am 27. Oktober 2020 wäre Gerhard Jagschitz 80 Jahre alt geworden. Der Zeithistoriker prägte nicht nur über Jahrzehnte die historische Forschungslandschaft Österreichs, er war auch langjähriger Wegbegleiter der Österreichischen Mediathek – zuletzt als Projektleiter der Oral-History-Sammlung MenschenLeben. Anlässlich seines Geburtstagstags ist ihm eine kleine Online-Retrospektive aus hauseigenen Beständen gewidmet.

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